DW Akademie in Kenia

Kenia gilt oft als Vorreiter in der Region: Medienfreiheit, der Zugang zu Informationen, die Verfügbarkeit von Internet sowie der technologische Fortschritt sind vergleichsweise hoch.
Politische Auseinandersetzungen zwischen der Regierung, politischen und religiösen Gruppen und der Zivilgesellschaft können jedoch zu Desinformationskampagnen und Hassreden - insbesondere in den sozialen Medien - sowie zu gewaltsamen Konflikten führen.
Bevölkerungsgruppen wie Flüchtlinge, Frauen und geschlechtliche Minderheiten sind besonders benachteiligt, wenn es um den Zugang zu Informationen und die Vertretung in der Öffentlichkeit geht.
Der Zugang zu künstlicher Intelligenz stellt die Medien vor zusätzliche Herausforderungen: Wird das Publikum in der Lage sein, zwischen echten und erfundenen Inhalten zu unterscheiden?
Unsere Aktivitäten
Gemeinsam mit dem investigativen Medienhaus Africa Uncensored und der Nichtregierungsorganisation (NGO) Africa Women Journalism Project (AWJP) bietet die DW Akademie Journalisten und Content Creators die Fellowships "AI in the Newsroom" und "Gender and AI" an.
Die Teilnehmer experimentieren in einer geschützten KI-Sandbox mit Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) und entwickeln und testen Anwendungsfälle und Möglichkeiten, wie KI-Tools ihre tägliche Arbeit unterstützen können.
Im Rahmen des Stipendiums "Gender und KI" erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch Unterstützung bei der Produktion von geschlechtersensiblen Medieninhalten oder Produkten, die sich mit der medialen Diskriminierung im Zeitalter der KI auseinandersetzen.
Trust Lab, eine Zusammenarbeit zwischen Code of Africa, Siasa Place und der DW Akademie, stattet zivilgesellschaftliche Organisationen und Medienhäuser mit Finanzmitteln, Fachwissen und technischen Hilfsmitteln aus, um Online-Inhalte, die die kenianische Demokratie gefährden, zu identifizieren und zu verhindern.
Vertreibung und Krisenvorsorge
Kenia beherbergt mehr als 800.000 Flüchtlinge aus Somalia, Südsudan, Äthiopien, der Demokratischen Republik Kongo und anderen Ländern (UNHCR, 2025).
Seit 2019 führen die DW Akademie und ihre Partner das Projekt "Sikika" durch - eine Medieninitiative im kenianischen Flüchtlingslager Kakuma, in der Kalobeyei-Siedlung und in der Turkana-Community. Mit mehr als 300.000 Flüchtlingen ist Kakuma eines der größten und vielfältigsten Lager der Welt. Durch Medienschulung, Zugang zu Informationen und Plattformen für bürgerschaftliches Engagement will Sikika ("Gehört werden" in Kisuaheli) den Stimmen der Flüchtlinge und der Aufnahmegesellschaft Gehör verschaffen.
Das Projekt unterstützt junge Menschen, Frauen und andere unterrepräsentierte Gruppen dabei, ihre Geschichten zu erzählen, Community-Radio-Inhalte zu produzieren und Themen anzusprechen, die für sie wichtig sind.
Mittelgeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Europäische Union
Programmdirektorin: Nina Otte-Witte
Standorte: Busia, Homa Bay, Mombasa, Lamu, Nakuru, Nairobi, Turkana
Partner vor Ort: Code for Africa, Siasa Place,The Africa Women Journalism Project,Africa Uncensored, COME Initiative
Schwerpunkte: Journalistische Ausbildung, wirtschaftliche Nachhaltigkeit, digitale Resilienz und Informationsintegrität, Kommunikation für Geflüchtete, Community Engagement







