DW Akademie in Ghana

Ghana ist seit Langem eine Säule der Pressefreiheit in Afrika. Ghanas Medienschaffende sehen sich zunehmend Bedrohungen und Angriffen ausgesetzt, und unter diesen Bedingungen sind sie anfällig für Bestechungsgelder, die als "braune Umschläge" bekannt sind. Gleichzeitig haben die Medienhäuser mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen und sind oft politischen Interessen unterworfen.
Die Digitalisierung bietet den Bürgerinnen und Bürgern jedoch neue Möglichkeiten, darunter Online-Zahlungsplattformen und schnellere Internetzugänge. Dies wiederum verändert die Mediengewohnheiten, denn soziale Medien sind heute eine wichtige Informationsquelle. Doch angesichts der Zunahme von KI-generierten Inhalten, Desinformation, Cybermobbing und Hassreden müssen Journalistinnen und Journalisten über mehr Kompetenz bei der Recherche und der Überprüfung von Fakten verfügen. Die Nutzenden ihrerseits müssen über die notwendigen Fähigkeiten verfügen, um Medieninhalte kritisch zu bewerten.
Unser Engagement
Die Projekte der DW Akademie in Ghana richten sich sowohl an Medienschaffende als auch an deren Publikum.
Laden Sie unsere Evaluationsberichte für Ghana am Ende der Seite herunter (auf Englisch).
Im Jahr 2021 hat unser Partner Media Foundation for West Africa (MFWA) das Projekt The Fourth Estate ins Leben gerufen, in dessen Rahmen Journalistinnen und Journalisten ausführliche investigative Beiträge zum Thema Korruptionsbekämpfung produzieren. Die MFWA bietet ihnen außerdem Workshops, in denen sie ihre Fähigkeiten verbessern können, sowie ein Stipendium für angehende investigativ arbeitende Journalistinnen und Journalisten. Um die Resilienz weiter zu stärken, bietet die DW Akademie in Ghana Schulungen zu konfliktsensitivem und traumainformiertem Journalismus an.
Medien- und Informationskompetenz ist für das heutige Publikum von entscheidender Bedeutung. Aufbauend auf dem Erfolg des Media Literacy Hub veröffentlicht der Projektpartner Penplusbytes (PPB) eine Videopodcast-Serie , die auf den Aufbau einer digital resilienten Gesellschaft abzielt. Diese Initiative befähigt insbesondere Menschen im Alter von 15 bis 35 Jahren sowie Medienschaffende und die breite Öffentlichkeit, sich kritischer mit Medien auseinanderzusetzen.
PPB fördert Medienkompetenz auch unter marginalisierten Gruppen, darunter Frauen im informellen Sektor, und ermöglicht ihnen so, Desinformation und Sensationsjournalismus kritischer zu betrachten. Der neue Desinformationsindex ermöglicht es, Falschinformationen landesweit zu verfolgen, um Manipulationen zu verhindern und die Bildung einer objektiven Meinung zu fördern.
Mittelgeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Program Director: Ama Kodjo
Einsatzorte: Greater Accra, Ashanti Region, Northern Region, Central Region, North East Region, Savannah Region, Volta Region
Partner vor Ort: Penplusbytes,Media Foundation for West Africa
Schwerpunkte: Medieninformationskompetenz, Partizipation, Qualifizierung, Investigativer Journalismus


