Space for Freedom: Stimmen aus dem Exil stärken | Start | DW | 27.10.2022
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Space for Freedom: Stimmen aus dem Exil stärken

Das Pilotprojekt „Space for Freedom“ der DW Akademie und lokalen Partnerorganisationen eröffnet Journalistinnen und Journalisten sowie Medien im Exil neue Perspektiven.

Journalistinnen und Journalisten stehen in vielen Ländern der Welt unter immer stärkerem Druck. Regierungen sehen sich durch kritische Berichterstattung bedroht. Als Reaktion werden Medienschaffende eingeschüchtert, misshandelt, verfolgt oder gar getötet. Durch anhaltende Repressionen sehen sich Tausende gezwungen, ihre Heimatländer zu verlassen, um sich selbst und ihre Familien zu schützen.  

Damit sie auch im Exil ihre wichtige Arbeit weiterführen und gleichzeitig die eigene Existenz sichern können, hat die DW Akademie gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen das Projekt „Space for Freedom“ gestartet. 

Ziel des Projekts ist es, die berufliche Existenz von Medienschaffenden aus Afghanistan, Belarus und Russland, die in Exilländer geflüchtet sind, zu sichern. Gleichzeitig werden Strukturen und Ressourcen aufgebaut, um die unabhängige Berichterstattung durch Exiljournalistinnen und -journalisten und Exilmedien aufrechtzuerhalten. 

Stipendien, Beratungen und Trainings 

Gemeinsam mit den Organisationen Belarus in Focus Information Office“ und „Baltic Centre for Media Excellence“ unterstützt die DW Akademie russische und belarussische Journalistinnen und Journalisten dabei, sich im Exil professionell zu etablieren, neue Qualifikationen zu erwerben und ihr Publikum in Belarus und Russland weiter zu erreichen. Die DW Akademie zahlt Stipendien, hilft bei der Umsiedlung und bietet Beratungen und Trainings an. 

Außerdem unterstützt die DW Akademie Exilmedien dabei, eine sichere digitale Infrastruktur auszubauen und ihre Reichweite zu vergrößern. Dies ist zunehmend wichtig vor dem Hintergrund von Repressalien, massiver Propaganda und digitalen Angriffen.  

„Das Programm gibt uns die Möglichkeit, wieder Boden unter den Füßen zu spüren und die Kraft zu finden, weiterzumachen. Die Informationen zu Sicherheitsfragen tragen dazu bei, die Ängste der in Belarus arbeitenden Kollegen zu verringern und alle Aspekte einer sicheren Kommunikation über Messenger-Dienste zu verstehen, sagte ein Teilnehmender aus Belarus, der aus Sicherheitsgründen anonym bleibt.  

Verlässliche Informationen für die afghanische Bevölkerung  

„Dieses Projekt befreit mich von Einsamkeit, Verzweiflung, großer Angst und vor dem Vergessenwerden. Es gibt mir Hoffnung für meine Zukunft und berufliche Entwicklung, kommentierte ein anonymer Teilnehmender aus Afghanistan.  

Neben Medienschaffenden aus Belarus und Russland unterstützt die DW Akademie derzeit 20 afghanische Exiljournalistinnen und -journalisten in Nachbarländern Afghanistans. Sie erhalten Stipendien sowie Fortbildungen in den Bereichen digitaler Journalismus und digitale Sicherheit.   

Erfahrene muttersprachliche Dari-Paschto-Redakteurinnen und -Redakteure der Deutschen Welle betreuen sie außerdem bei der Produktion von Beiträgen, die auf den Plattformen der Deutschen Welle veröffentlicht werden können. Sie dienen den Teilnehmenden als Arbeitsproben und versorgen zugleich die Bevölkerung in Afghanistan und in der Diaspora mit zuverlässigen Informationen. Außerdem erhalten die Journalistinnen und Journalisten ein Coaching, um ihnen den Einstieg in den internationalen oder regionalen bzw. lokalen Medienmarkt zu erleichtern. 

 

Die DW Akademie führt das Projekt “Space for Freedom” als Netzwerkpartner der Hannah-Arendt-Initiative der Bundesregierung durch. Mit der Initiative unterstützen das Auswärtige Amt und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien Journalistinnen und Journalisten, Medienschaffende sowie Verteidigerinnen und Verteidiger der Meinungsfreiheit, in Krisen- und Konfliktgebieten im Ausland und im Exil in Deutschland.   

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