DW Akademie in Pakistan

In Pakistan spielt die DW Akademie eine wichtige Rolle beim Aufbau grundlegender Strukturen für den digitalen und modernen Journalismus. Wir bilden auch afghanische Geflüchtete zu Community-Reportern aus.

Symbolbild DW Akademie in Pakistan
Bild: DW/A.Khan

Der Mediensektor Pakistans steht vor komplexen Herausforderungen. Traditionelle Medienunternehmen arbeiten oft unter Einschränkungen, die durch politischen und wirtschaftlichen Druck bedingt sind. Digitale Medienplattformen haben sich zu wichtigen Foren für vielfältige Meinungen und Bürgerjournalismus entwickelt.

Viele Menschen in Pakistan nutzen Plattformen wie Facebook, YouTube und X, um sich über unabhängige Berichterstattung und alternative Narrative zu informieren. Diese Plattformen bergen jedoch auch Risiken – insbesondere in einem Umfeld, das durch neue Vorschriften und eine verstärkte Überwachung von Online-Inhalten geprägt ist.

Journalistinnen, Journalisten und Medienfachleute in Pakistan passen sich weiterhin an dieses sich rasch wandelnde digitale Umfeld an. Es wächst das Bewusstsein für die Notwendigkeit, die Kapazitäten in den Bereichen digitale Sicherheit, Faktenprüfung und nachhaltige Geschäftsmodelle zu stärken, um den unabhängigen Journalismus zu unterstützen. Besondere Aufmerksamkeit muss auch der Stärkung regionaler, von Minderheiten und Frauen geführter Medien gewidmet werden, die unterschiedliche Perspektiven in die öffentliche Debatte einbringen.

Unser Engagement

Laden Sie unsere Evaluationsberichte für Pakistan am Ende der Seite herunter. (auf Englisch)

Die Projekte der DW Akademie in Pakistan gliedern sich in zwei große Linien:

Journalism of the Future: Zukunftsfähigkeit der Medien in Pakistan

Die DW Akademie unterstützt die Entwicklung einer robusten E-Learning-Plattform, die moderne und effektive Kurse anbietet, um die redaktionellen Kapazitäten und die Zukunftsfähigkeit digitaler Medien und Journalistinnen und Journalisten zu stärken.

Die Plattform www.mediaviability.com wurde 2024 mit 16 umfassenden Journalismuskursen gestartet. Seitdem haben Medienprofis aus Unternehmen in Khyber Pakhtunkhwa, den Stammesgebieten, Belutschistan, Punjab und Sindh die Schulungen absolviert.

Die Partnerorganisationen der DW Akademie, Tribal News Network und Individualland, wollen das Angebot der Plattform erweitern und verbessern. Der Schwerpunkt wird dabei auf Schlüsselbereichen wie Umsatzgenerierung, künstliche Intelligenz (KI), Erstellung interaktiver Inhalte, Klimaberichterstattung, konstruktiver Journalismus, Faktenprüfung und Diversität liegen.

Flucht und Dialog

Traditionelle Medien in Pakistan berichten selten über die große Gemeinschaft afghanischer Geflüchteter, obwohl viele Menschen bereits seit Jahrzehnten im Land leben. Sie sind nicht Teil der Medienlandschaft – weder als Reporterinnen und Reporter noch als Fokus der Berichterstattung.

Unsere Partner bilden daher Mitglieder der ansässigen afghanischen Gemeinschaft sowie neu angekommene Geflüchtete zu Community-Reporterinnen und -Reportern aus.

Die DW Akademie startete das Projekt 2021 mit zwei Partnern – dem Tribal News Network und The Communicators – und war damit Vorreiter dieses Konzepts in Pakistan. Die Teilnehmenden lernen, wie man Inhalte für Radio oder digitale Plattformen produziert, und werden dann dabei unterstützt, journalistische Inhalte zu entwickeln, die für ihre Gemeinschaften relevant sind. TNN bringt afghanische Community-Reporterinnen und -Reporter auch mit professionellen pakistanischen Medienschaffenden zusammen: Zu zweit produzieren sie Geschichten für nationale Medien.

Mittelgeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Program Director Journalism of the Future: Karin Schädler

Program Director Displacement and Dialogue Asia: Andrea Marshall

Einsatzorte: Khyber Pakhtunkhwa Province und Islamabad

Partner vor Ort: Centre for Excellence in Journalism (CEJ)Individualland (IL),Tribal News Network (TNN)

Schwerpunkte: Soziale Teilhabe, Qualifizierung, zivilgesellschaftliche Lobbyarbeit für Meinungsfreiheit, Teilhabe benachteiligter Gruppen, Konflikt und Medien/ konfliktsensible Berichterstattung, journalistische Professionalität und Netzwerke, Zukunftsfähigkeit von Medien

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