DW Akademie in der Mongolei

Mongolische Journalistinnen und Journalisten wollen frei von politischer und wirtschaftlicher Beeinflussung berichten. Die DW Akademie unterstützt sie in ihrem Streben nach Unabhängigkeit.

Mongolei Medien verstehen – Schüler/innen der Jahrgangsstufen 10-12 und ihre Lehrer/innen sind Zielgruppen des MIL-Projekts der DWA
Bild: DWA

Die DW Akademie ist seit mehr als zehn Jahren in der Mongolei aktiv. In den vergangenen Jahrzehnten hat das Land einen dramatischen Anstieg der digitalen Kommunikation erlebt, und seine Internetkonnektivität gehört mittlerweile zu den höchsten in Asien.

Dies hat jedoch auch zu einem starken Anstieg von Propaganda und Desinformation geführt, die über soziale Plattformen verbreitet werden. Aufgrund mangelnder Medien- und Informationskompetenz (MIL) haben sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch Journalisten Schwierigkeiten, Falschinformationen von Fakten zu unterscheiden.

Unser Engagement

Als Reaktion darauf passt die DW Akademie Medienkompetenz-Konzepte und -Tools, die in anderen Teilen der Welt erfolgreich eingesetzt werden, für den Einsatz in der Mongolei, Kirgisistan und Usbekistan an. Dazu gehört auch die Einrichtung einer Online-Bibliothek für lokale Partner und Interessengruppen. Darüber hinaus entwickeln die DW Akademie und ihre Partner eine Lern-App in mehreren Sprachen, um die Menschen in den ländlichen Gebieten dieser Länder zu erreichen.

Laden Sie unseren Evaluationsberichte für die Mongolei am Ende der Seite herunter. (auf Englisch)

Die DW Akademie fördert auch die regionale Zusammenarbeit durch Netzwerkkongresse für Medienkompetenz-Befürwortende, Medienexpertinnen und -experten und Journalismusausbildenden. Diese Veranstaltungen bieten eine Plattform für die Diskussion neuer Trends und Herausforderungen, mit denen alle Beteiligten konfrontiert sind.

Im Bereich der professionellen Medien möchte die DW Akademie Trainerinnen und Trainer und Beraterinnen und Berater aus der Mongolei, Pakistan, Bangladesch, Usbekistan und anderen Ländern Asiens miteinander vernetzen. Dieses Netzwerk – Teil unseres Programms „Journalismus der Zukunft (JoF)“ – konzentriert sich auf Mediennachhaltigkeit, Nutzendenengagement, Innovation und Interessenvertretung.

Stärkung zivilgesellschaftlicher Organisationen

Im Rahmen des von der Europäischen Union finanzierten Projekts „Voices for Change“ arbeitet die DW Akademie mit dem Medienrat der Mongolei (MCM) zusammen, um den zivilgesellschaftlichen Sektor in der Mongolei zu stärken.

In dem Land mit nur 3,5 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern sind mehr als 25.000 zivilgesellschaftliche Organisationen (CSOs) registriert. Viele dieser CSOs sind nicht voll funktionsfähig und weisen Mängel in der Rechenschaftspflicht auf.

Im Rahmen des dreijährigen Projekts definieren und implementieren Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft Qualitätsstandards für zivilgesellschaftliches Engagement. Mentoring-Programme fördern die Zusammenarbeit zwischen CSOs, staatlichen Akteuren und Medien. Ziel ist es, CSOs widerstandsfähiger zu machen, ihre Vernetzung zu verbessern, sie zu starken Fürsprechern der Bevölkerung und zu wirksamen Akteuren für positive Veränderungen zu machen.

Mittelgeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ), Europäische Union (EU)

Program DirectorJournalism of the Future: Karin Schädler

Program Director Digital Resilience and Dialogue: Andreas Grigo

Einsatzort: Ulan Bator und weitere Regionen der Mongolei

Partner vor Ort: Mongolischer Medienrat (MCM),Mongolian Education Alliance (MEA),Faro Foundation,  NEST Center for Journalism Innovation, Youth Policy Watch

Schwerpunkte: Medien- und Informationskompetenz, Journalismusausbildung, bürgerschaftliches Engagement

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