DW Akademie in Mexiko und Mittelamerika

Die DW Akademie unterstützt in Mexiko, Guatemala und El Salvador den Kampf gegen Desinformation durch Bildung, Wissensaustausch und neue Ansätze im Journalismus.

App "Tinamit" zur Vermittlung von Media- und Schreibkenntnisse in Guatemala
Bild: Comunicares

Mexiko und seine südlichen Nachbarländer sind geprägt von allgegenwärtiger Gewalt. Sie trifft in vielen Fällen unschuldige Menschen und richtet sich gezielt auch gegen kritische Journalistinnen und Journalisten, um deren Stimmen zum Schweigen zu bringen. 

In den vergangenen Jahren ist die freie Meinungsäußerung darüber hinaus durch ein weiteres Phänomen unter Druck geraten: Interessengruppen verbreiten in sozialen Netzwerken Gerüchte und Falschinformation. Solche Kampagnen zielen in vielen Fällen darauf ab, die Gesellschaft zu spalten und die demokratische Meinungsbildung zu behindern. 

Die Folgen der Desinformation sind besonders dramatisch in den ohnehin stark benachteiligten Bevölkerungsgruppen, darunter junge Menschen, Frauen und indigene Gemeinschaften. Sie sind besonders anfällig für Manipulation und Falschinformation, weil ihnen oft Kompetenzen im Umgang mit Medien fehlen – gerade im ländlichen Raum und in städtischen Problemvierteln mangelt es an passenden Bildungsangeboten. Paradoxerweise haben immer mehr Menschen Zugang zum Internet, aber einem Großteil der Menschen bleiben vertrauenswürdige Informationen verwehrt. 

Unser Engagement

Die DW Akademie arbeitet in Mexiko, Guatemala und El Salvador mit Partnern aus drei strategischen Feldern, die sich gegen Desinformation engagieren: Journalismus, Bildung und Forschung. Ziel ist es, neue Lösungen zu entwickeln und bewährte Methoden und Modelle für möglichst viele Akteurinnen und Akteure zur Verfügung zu stellen und so in die Breite zu tragen, und für Bürgerinnen und Bürger die aktive Teilnahme am demokratischen Dialog zu ermöglichen - analog wie digital.

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Vertrauenswürdiger Journalismus steht im Mittelpunkt der Arbeit von Periodistas de a Pie, einem mexikanischen Partner und landesweiten Netzwerk lokaler digitaler Medien. Sie entwickeln redaktionelle Richtlinien zur Bekämpfung von Desinformation, testen neue Medienformate, um den Dialog mit dem Publikum zu stärken, und fördern Medien- und Informationskompetenz.

In Guatemala wird Medienkompetenz zusammen mit der Asociación de Servicios Educativos y Culturales (ASEC) erstmals in den Lehrplan integriert und erreicht damit mehr als 12.000 junge Menschen, die sonst vom traditionellen Bildungssystem des Landes ausgeschlossen wären. 

Die Partnerorganisation COMUNICARES entwickelt spielerische Lernansätze, die vom guatemaltekischen Bildungsministerium getestet werden. Sie richten sich an indigene Maya-Gemeinschaften und berücksichtigen deren kulturelles Umfeld und den begrenzten Internetzugang.

In El Salvador erarbeitet das Wissens- und Innovationszentrum an den Partneruniversitäten Escuela de Comunicación Mónica Herrera (ECMH) und Universidad Centroamericana José Simeón Cañas (UCA) neue Erkenntnisse zum Thema Desinformation. Mit Forschungs- und partizipativen Formaten analysieren die Mitglieder Desinformationsmechanismen und deren Auswirkungen, fördern den Dialog und formulieren praktische Empfehlungen. 

Zu den lokalen Partnerorganisationen in Mexiko gehört auch das Netzwerk RedAMI México, das von der DW Akademie und der UNESCO gegründet wurde. Es umfasst acht Institutionen aus verschiedenen Bereichen und hat sich zum Ziel gesetzt, die Medienkompetenz in Mexiko zu stärken. 

Die DW Akademie ist seit 2020 in dem Land aktiv und hat im März 2023 ein Büro in Mexiko-Stadt eröffnet. Mit ihren regionalen Medienkompetenzprojekten war die DW Akademie die erste internationale Organisation, die sich systematisch für die Förderung der Medienkompetenz in Mittelamerika einsetzte.

Die DW Akademie fördert konstruktiven Journalismus auch durch das Projekt #CambiaLaHistoria gemeinsam mit dem salvadorianischen Medienunternehmen Alharaca.  Außerdem unterstützt sie Journalistinnen und Journalisten im Exil durch ihr globales Projekt Space for Freedom, das in Lateinamerika das Institut für Presse und Meinungsfreiheit (IPLEX) als strategischen Partner hat. Beide Projekte werden vom Auswärtigen Amt gefördert. 

Finanzierung: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Auswärtiges Amt

Program Director Mexico, Guatemala and El Salvador: Julia Manske

Partner vor Ort: Mexiko: Periodistas de a Pie und RedAMI México; Guatemala: Asociación de Servicios Educativos y Culturales (ASEC) und Asociación COMUNICARES; El Salvador: Escuela de Comunicación Mónica Herrera (ECMH)und Universidad Centroamericana José Simeón Cañas (UCA)

Thematische Schwerpunkte: Medien- und Informationskompetenz, Professionalisierung, gesellschaftliche Teilhabe, Zukunftsfähigkeit der Medien, Forschung und Strategien gegen Desinformation. 

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