DW Akademie in Bangladesch

In Bangladesch arbeiten DW Akademie und Partner daran, die Journalismusausbildung in Universitäten zu verbessern. Wir stärken außerdem den konstruktiven Dialog zwischen geflüchteten Rohingya und Aufnahmegemeinschaften.

Workshop der DW Akademie in Bangladesch, Foto: Thomas Rehermann/DW Akademie
Bild: Thomas Rehermann

Die Berichterstattung in den Medien Bangladeschs spiegelt häufig politische Zugehörigkeiten wider, wobei viele Medien entweder als der Regierungspartei oder der Opposition nahe stehend wahrgenommen werden. Unabhängiger Journalismus existiert zwar, hat jedoch Schwierigkeiten, seine Neutralität zu wahren. Kommerzielle Medienunternehmen richten ihre Berichterstattung teils nach den Interessen ihrer Eigentümer oder Geldgeber aus, während staatliche Rundfunkanstalten unter der Aufsicht des Informationsministeriums stehen. Infolgedessen entscheiden sich Medienschaffende mitunter für Selbstzensur.

Vertreterinnen und Vertreter von Medien, Oppositionsparteien und der Nichtregierungsorganisation Transparency International sagen, dass ein 2014 verabschiedetes Mediengesetz die Pressefreiheit und den Zugang der Menschen zu Informationen erheblich eingeschränkt hat. Etwa zehn Jahre später schneidet Bangladesch im Weltpressefreiheitsindex von Reporter ohne Grenzen immer noch schlecht ab. Bangladesch liegt auf Platz 149 von 180 Ländern.

Unser Engagement

Im Bereich der Journalismusausbildung ist die DW Akademie in Bangladesch in zwei Hauptbereichen tätig: Wir unterstützen das Communication and Journalism Educators Network (CJEN) und bilden begabte Studierende und junge Medienfachleute außerhalb der Hauptstadt Dhaka als Local Media Hub Fellows aus. In beiden Bereichen legen wir Wert darauf, Talenten aus Medienhäusern und Universitäten außerhalb von Dhaka zu fördern.

Laden Sie unsere Evaluationsberichte für Bangladesch am Ende der Seite herunter. (auf Englisch)

Seit 2018 bietet CJEN ein Forum, in dem private und staatliche Universitäten Trends und bewährte Verfahren in der journalistischen Ausbildung diskutieren. An diesen Diskussionen nehmen auch Vertreterinnen und Vertreter der Medienbranche, der Zivilgesellschaft und der Politik teil. Sie fördern den Dialog und setzen sich für die Meinungsfreiheit ein.

Das South Asia Center for Media in Development (SACMID) unterstützt die Fellows des Local Media Hub dabei, sich über neue Trends und Themen zu informieren, die noch nicht in allen Universitätslehrplänen enthalten sind. Zu diesen Themen gehören KI, Datenjournalismus, Faktenprüfung, Umweltberichterstattung, konstruktiver Journalismus sowie Vielfalt und Inklusion.

Vertriebenen Rohingya und Aufnahmegemeinschaften Gehör verschaffen

Im Rahmen des Programms „Displacement and Dialogue“ unterstützen wir unseren Partner Young Power in Social Action (YPSA), der mit Rohingya-Geflüchteten und lokalen Freiwilligen aus Bangladesch zusammenarbeitet. Sie werden dabei angeleitet, konstruktive audiovisuelle Berichte sowie Live-Dialogveranstaltungen zu erstellen, die sich auf alltägliche Themen in den Geflüchtetenlagern und den umliegenden Dörfern konzentrieren. Außerdem schulen und betreuen wir lokale Journalistinnen und Journalisten bei der Erstellung konstruktiver und geschlechtersensibler Berichte – insbesondere mit Blick auf die Rohingya.


Mittelgeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ), Europäische Union (EU)

Program Director Journalism of the Future: Karin Schädler

Program Director Displacement and Dialogue Asia: Andrea Marshall

Einsatzorte: Dhaka, Chittagong, Rajshahi, Barishal, Khulna, Cumilla, Cox’s Bazar

Partner vor Ort: Staatliche und private Universitäten im ganzen Land, South Asia Center for Media in Development (SACMID), Young Power in Social Action (YPSA)

Schwerpunkte: Qualifikation, bürgerschaftliches Engagement, Beteiligung benachteiligter Gruppen, Medien- und Journalismusausbildung und Lehrplanentwicklung, Professionalität und Journalismusnetzwerke, soziale Teilhabe, Lobbyarbeit der Zivilgesellschaft für Meinungsfreiheit, Konflikte und Medien/ konfliktsensible Berichterstattung, Zukunftsfähigkeit der Medien

Den nächsten Abschnitt Downloads überspringen

Downloads

Den nächsten Abschnitt Kontakt überspringen

Kontakt