MediaFit-Alumnus bei Drohnen-Angriff verletzt

Der ukrainische Fotograf George Ivanchenko erlitt bei einem Drohnen-Angriff im Osten der Ukraine schwere Verletzungen. Laut dem Ukrainischen Institut für Massenkommunikation mussten Ärzte ein Bein von Ivanchenko amputieren, ihm stehen weitere Operationen und ein langwieriger Genesungsprozess bevor.
Kolleginnen und Kollegen des ukrainischen Fotografen haben eine Crowdfunding-Seite ins Leben gerufen, um Ivanchenko in dieser Zeit zu unterstützen.
Im Jahr 2022 präsentierte Ivanchenko in der Ausstellung "Unbreakable" persönliche Aufnahmen und Schilderungen des Krieges.
Schutz von Journalisten an der Front wichtiger denn je
Ivanchenko erhielt ein Stipendium der DW Akademie im Rahmen des MediaFit-Projekts und engagiert sich seit mehreren Jahren für die Initiative zur Unterstützung von Medien. Seine Bilder wurden auch im Rahmen des Global Media Forums 2023 in Bonn in einer multimedialen Ausstellung gezeigt. Unsere Gedanken sind in dieser Zeit bei ihm und seiner Familie.
“George ist ein sehr talentierter Fotograf und wir haben die Zusammenarbeit mit ihm immer sehr geschätzt. Wir wünschen ihm alles Gute auf diesem schwierigen Weg zur Genesung“, sagte Hélène Champagne, Program Director bei der DW Akademie für das EU-finanzierte Projekt „Strengthening independent media for a strong democratic Ukraine“.
„Wir sind sehr betroffen, dass zum wiederholten Mal Journalisten in diesem Krieg zur Zielscheibe geworden sind. Diese Tragödie zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, Journalistinnen und Journalisten während ihrer wichtigen Arbeit an der Front zu schützen“, so Champagne weiter.
Der französische Fotojournalist Antoni Lallican wurde bei dem Angriff in der Ukraine getötet. Laut der European Federation for Journalists (EFJ) war esdas erste Mal, dass ein Journalist im Krieg in der Ukraine von einer Drohne getötet wurde. Seit Beginn des russischen Angriffs im Februar 2022 wurden schätzungsweise 17 Journalistinnen und Journalisten in der Ukraine getötet.
