Namibia: Transparenz und Verantwortung in grüner Wirtschaft

Das Eco Dialogue Collective, die neue EU-finanzierte Initiative der DW Akademie, wird Namibias Übergang zu einer grüneren Zukunft unterstützen, indem es die Transparenz und Verantwortung im Umgang mit Naturgütern stärkt.

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Es wird grüner: Zoé Titus (Director, NMT Media Foundation), Carsten von Nahmen (Managing Director, DW Akademie), Toni Hancox (Director, Legal Assistance Centre), Graham Hopwood (Director, IPPR), Peter Deselaers (Program Director Namibia, DW Akademie) und DW Intendant Peter Limbourg streichen den neuen Newsroom der Eco Dialogue Collective.Bild: Christian Stiebahl/DW Akademie

„Namibia verfügt über eine Fülle von natürlichen Ressourcen und wertvollen Ökosystemen, die geschützt werden müssen. Aber es ist auch mit den Auswirkungen des Klimawandels konfrontiert und mit der Frage, wie alle Namibierinnen und Namibier von seinem natürlichen Reichtum profitieren können“, sagte Peter Limbourg, Intendant der Deutschen Welle (DW), bei der Auftaktveranstaltung des Projekts am 27. März in Windhoek. „Unabhängige Nachrichten und zuverlässige Fakten sind die Grundlage für fundierte Entscheidungen. Aber dieses Projekt geht über Fakten hinaus. Dieses Projekt berücksichtigt verschiedene Perspektiven - von Gemeinden, der Wirtschaft, politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern sowie der Regierung. Es ist wichtig, diesen Dialog zu führen, um sicherzustellen, dass jede Stimme gehört wird“, sagte Limbourg. 

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Panel mit Expertinnen und Experten zum Launch des Projektes in Windhoek. Bild: Christian Stiebahl/DW Akademie

Das Projekt Eco Dialogue Collective läuft von 2025 bis 2027 und wird gemeinsam von der DW Akademie, der NMT Media Foundation, dem Institute for Public Policy Research (IPPR) und dem Legal Assistance Centre (LAC) durchgeführt. Gefördert wird das Projekt von der Europäischen Union und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. 

Durch die Stärkung der Medien und der Zivilgesellschaft wird das Eco Dialogue Collective den Zugang zu Informationen verbessern, den Stimmen der betroffenen Communities Gehör verschaffen und eine integrative Entscheidungsfindung in der Ära der grünen Transformation unterstützen. Das Eco Dialogue Collective will sicherstellen, dass Namibias grüne Wirtschaft und die mineralgewinnenden Industrien in einer Weise entwickelt werden, die inklusiv, transparent und nachhaltig ist. 

Stärkung von Journalisten, zivilgesellschaftlichen Akteuren und Gemeinden 

Ian Dupont von der EU-Delegation in Namibia, betonte: „Zivilgesellschaftliche Organisationen und Medien sind für eine demokratische Regierungsführung und eine nachhaltige Entwicklung unverzichtbar. Sie überbrücken gesellschaftliche Gräben, verleihen marginalisierten Stimmen Gehör und sorgen für eine kritische Aufsicht, die Transparenz und Rechenschaftspflicht begünstigt. Die Europäische Union schätzt diese Rolle sehr und setzt sich weiterhin für die Unterstützung von Initiativen ein, die bürgerschaftliches Engagement, Menschenrechte und Umweltgerechtigkeit stärken.“ 

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Der deutsche Botschafter Dr. Thorsten Hutter (links) und Ian Dupont (rechts) von der EU-Delegation in Namibia nahmen ebenfalls an der Veranstaltung teil. Bild: Christian Stiebahl/DW Akademie

Zoé Titus, Exekutivdirektorin der NMT Media Foundation, fügte hinzu: „Dieses Projekt erkennt an, dass Qualitätsjournalismus im öffentlichen Interesse kein Luxus ist, sondern ein wesentliches öffentliches Gut. Wenn Gemeinschaften Zugang zu genauen, ansprechenden und relevanten Informationen haben, sind sie besser in der Lage, an der Gestaltung der Politik mitzuwirken, die sich auf ihr Land, ihren Lebensunterhalt und ihre Zukunft auswirkt.“ 

Das Projekt umfasst drei Kernkomponenten: 

Produktion von Inhalten

Es wird ein gemeinschaftlicher Newsroom eingerichtet, um qualitativ hochwertigen, erklärenden und konstruktiven Journalismus zu grünem Wachstum, Rohstoffindustrie und Umweltthemen zu fördern. Der Eco Newsroom unterstützt einzelne Journalistinnen und Journalisten, Produzentinnen und Produzenten von Inhalten, Gemeinschaftsradios und Medienhäuser. Zu den besonderen Merkmalen gehören eine von Jugendlichen geleitete Sektion, ein gemeindeorientiertes Programm und ein Portal für Entscheidungsträgerinnen und -träger, das verlässliche Informationen für verschiedene Zielgruppen zugänglich machen wird. 

Dialog und Advocacy

Eine landesweite Reihe von Gemeindedialogen, Workshops und Konferenzen bietet Plattformen für offene Diskussionen und den Austausch zwischen Gemeinden, Führungskräften und politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern. Diese Foren werden die demokratische Beteiligung fördern und den lokalen Perspektiven auf Namibias Entwicklungsweg eine Stimme geben. 

Ausbildung und Kapazitätsaufbau

Im Rahmen eines Schulungsprogramms werden die Fähigkeiten von Medienschaffenden, Akteuren der Zivilgesellschaft und der Gemeinden ausgebaut. Die Teilnehmenden werden in die Lage versetzt, Projekte der grünen Wirtschaft zu analysieren und zu erläutern, faktenbasierte Lobbyarbeit zu betreiben und Medienformate zu nutzen, um der Öffentlichkeit umwelt- und energiepolitische Themen zu vermitteln. 

Über die DW Akademie 

Die DW Akademie ist das Zentrum der Deutschen Welle für internationale Medienentwicklung, journalistische Aus- und Fortbildung und Wissensvermittlung. Mit ihren Projekten stärkt sie das Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung und ungehinderten Zugang zu Informationen. Die DW Akademie befähigt Menschen weltweit, auf Basis verlässlicher Fakten und eines konstruktiven Dialogs freie Entscheidungen zu treffen. Die DW Akademie ist strategischer Partner des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Sie ist auch mit Mitteln des Auswärtigen Amts sowie der Europäischen Union aktiv – insgesamt in rund 70 Entwicklungs- und Schwellenländern.