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Francis Scott Key Bridge: Brücke in Baltimore eingestürzt

26. März 2024

Die Francis Scott Key Brücke in der US-Stadt Baltimore ist gut 2,5 Kilometer lang gewesen. Ein Schiff hatte einen ihrer Pfeiler gerammt. Helfer suchen im Fluss Patapsco nach Überlebenden.

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Das Containerschiff "Dali". Auf ihm drauf liegen zerstörte Brückenteile.
Von der Francis Scott Key Brücke in Baltomore ist nicht mehr viel übrig Bild: Julia Nikhinson/REUTERS

Die Notrufe gingen mitten in der Nacht ein, gegen 1.30 Uhr Ortszeit, wie Polizei, Küstenwache und Feuerwehr im US-Bundesstaat Maryland mitteilten. Weite Teile der vierspurigen Francis Scott Key Brücke in der Industrie- und Hafenstadt Baltimore an der Ostküste der USA waren eingestürzt. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte zuvor ein Containerschiff einen Stützpfeiler der Brücke gerammt. Der US-Sender ABC News berichtete Stunden später, beim Auslaufen aus dem Hafen von Baltimore habe der Antrieb des Schiffes ausgesetzt. Die Besatzung habe die Behörden darüber informiert, dass das Schiff manövrierunfähig sei.

Der örtliche Gouverneur Wes Moore bestätigte anschließend vor Reportern, dass das Schiff kurz vor dem Zusammenstoß einen Notruf abgesetzt hatte. So seien Menschenleben gerettet worden, da die Behörden einen Teil des Straßenverkehrs über die Brücke stoppten, sagte er.

Die internationale Nachrichtenagentur BNO News verbreitete im Onlinedienst X das Video vom Einsturz:

Bis zu sieben Menschen noch im Wasser vermutet 

Zum Unglückszeitpunkt befanden sich mehrere Fahrzeuge auf der Brücke, darunter ein Sattelschlepper. Rettungskräfte suchen laut jüngsten Angaben nach bis zu sieben Menschen im Wasser. Zwei Personen, eine davon schwer verletzt, konnten bislang lebend aus dem Fluss gerettet werden. 

"Dies ist ein schlimmer Notfall", sagte Kevin Cartwright, Leiter der Feuerwehr von Baltimore, einem Reporter der Nachrichtenagentur Associated Press (AP). "Unser Hauptaugenmerk liegt im Moment auf der Rettung und Bergung dieser Menschen." Ein Tauchteam ist vor Ort. Sorge bereiten den Helfern die niedrigen Temperaturen. Die Außentemperatur fühle sich wie minus ein Grad Celsius oder weniger an, das Wasser sei sicher noch kälter, erklärte Cartwright weiter.

Das riesige Containerschiff, davor Brückenteile im Wasser und ein Schiff der Küstenwache
Blick auf das riesige Containerschiff und Reste der Brücke Bild: Julia Nikhinson/REUTERS

Wichtiger Verkehrsknotenpunkt

Die Francis Scott Key Brücke überspannte im Südosten von Baltimore als Teil der Autobahn Interstate 695 den Fluss Patapsco. Dieser gilt als eine wichtige Verkehrsader, die zusammen mit dem Hafen der Stadt ein Drehkreuz für die Schifffahrt an der Ostküste der USA ist. Die Brücke wurde 1977 eröffnet und ist nach Angaben der Verkehrsbehörde Maryland mehr als 2,5 Kilometer lang gewesen. Sie wurde jedes Jahr von mehr als elf Millionen Fahrzeugen genutzt. 

Auf dem Containerschiff mit dem Namen "Dali" brach nach der Kollision ein Feuer aus, das gelöscht werden konnte. Es gehört der Charterfirma Synergy Marine Group aus Singapur. Die dänische Reederei Maersk hatte die "Dali" nach eigenen Angaben für einen Transport von Baltimore  nach Colombo, der Hauptstadt Sri Lankas, gechartert. Alle Crew-Mitglieder blieben unverletzt.

se/sti/pg (ap, rtr, afp, dpa, X)

Redaktionsschluss 17.30 Uhr. Dieser Artikel wird nicht mehr aktualisiert.